Ihr Kind wächst heran

Wichtige Informationen für die Zeit bis zur Schulreife

Zwischen dem 1. und 6. Geburtstag macht Ihr Kind viele wichtige Entwicklungsschritte: es richtet sich auf, es läuft, es spricht, es entwickelt seine Sinne, es entwickelt einen eigenen Willen, es trotzt, es nimmt bewusst Kontakt auf zu Gleichaltrigen, es schließt Freundschaften, es erkundet seine Umwelt. In dieser Zeit ist es nötig, dem Kind Grenzen zu setzen - ein Thema, das Dr. Kameda in einem Beitrag für die Kindersprechstunde der Zeitschrift "a tempo" aufgegriffen hat.

In diese Zeit fallen auch viele Krankheiten, die Sie auf Trab halten werden. Auf die wichtigsten - abgesehen von den typischen Kinderkrankheiten - wollen wir hier kurz eingehen und Ihnen Erste-Hilfe-Maßnahmen empfehlen.

Fieber
Fieber ist grundsätzlich eine gesunde Reaktion des Organismus und nicht gefährlich. Im Gegenteil: es ist gesund, weil Ihr Kind Krankheitserreger damit am schnellsten und effektivsten bekämpft. Von Fieber sprechen wir Ärzte erst dann, wenn die Körpertemperatur 38,5 Grad Celsius übersteigt. Bei Kindern steigt das Fieber oft schnell auf 39 bis 39,5 Grad an – auch das ist noch kein Grund zur Panik, und Sie müssen das Fieber nicht unbedingt gleich mit Medikamenten senken. Sie können auch erst einmal einen Wadenwickel machen. Aber sicherlich ist es wichtig, die Ursache für das Fieber herauszufinden - wir helfen Ihnen gern dabei.

Weitere Hinweise zum Umgang mit Fieber finden Sie in einem Merkblatt der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland (GAÄD).

Husten
Husten ist einer der häufigsten Gründe, warum Eltern mit ihren Kindern in die Praxis kommen. Die Ursache dafür ist meistens harmlos – ein Virusinfekt. Der Körper wehrt sich dagegen, indem er versucht, die Erreger loszuwerden - mit Husten. Das kann den Alltag, vor allem den Schlaf, jedoch stark beeinträchtigen. Medikamentös lässt sich ein Husten oft schwer lindern. Wichtiger sind Hausmittel wie warmer Thymian-, Salbei- oder Lindenblütentee (mit oder ohne Honig).

Unser Geheimtipp ist ein Lavendelwickel, den Sie sowohl tagsüber oder auch zur Nacht machen können. Sie werden merken: ein quälender Reizhusten lässt sich damit wunderbar beruhigen - und Sie können morgens ein ausgeschlafenes Kind begrüßen.

Wenn sich der Husten damit nicht bessert, falls Fieber dazukommt, das Kind nicht mehr trinkt oder es ihm schlecht geht, lassen Sie sich schnell einen Termin geben, damit wir uns das Kind ansehen und abhorchen können.

Erbrechen, Durchfall
Magen-Darm-Infekte gehören ebenfalls zu den häufigsten Erkrankungen bei Kleinkindern, vor allem, wenn sie in die Kindertagesstätte gehen. Nach zwei bis drei Tagen ist meist alles wieder gut. Wichtig ist, dass das Kind ausreichend trinkt, am besten lauwarmen Fencheltee. Der Appetit kommt meist erst später wieder - und es macht nichts, wenn das Kind erst einmal nur trinkt. Die wichtigsten Hinweise, was Sie tun können und vor allem, was Sie lassen sollten, haben wir Ihnen in einem Merkblatt zusammengestellt.

Halten Erbrechen oder Durchfall an, kommt Fieber hinzu, wird der Durchfall blutig, bleibt die Windel trocken, schreit das Kind anhaltend oder wirkt es apathisch, sollten Sie sich möglichst rasch einen Termin bei uns geben lassen oder uns anrufen.

Schlafen
Häufig kommen Eltern in der Praxis, weil sie einen Rat brauchen, wie ihr Kind wieder besser durchschläft. Hier kommt es ganz auf Ihre individuelle familiäre Situation an. Vereinbaren Sie gern einen Termin mit uns, damit wir gemeinsam nach Lösungen suchen. Wichtige grundlegende Aspekte zum Thema Schlafen finden Sie auch in einem Artikel von Dr. Genn Kameda für die Zeitschrift "a tempo".